Speakers Challenge

Der ultimative Redewettstreit

„Tolerant ist, wer seine Interessen nicht durchsetzen kann.“
(Eine der vier Thesen, über die bei SC I gestritten wurde.)

› Ausgangspunkt

Entwickle ein zeitgemäßes Veranstaltungsformat, das geeignet ist a) alle gesellschaftlichen Gruppen anzusprechen und sogar „Politikverdrossene“ zur Auseinandersetzung mit gesellschaftspolitischen Inhalten zu motivieren; b) den verbalen Ausdruck der Teilnehmer zu verbessern; c) Sinn und Zweck demokratischer Muster der Auseinandersetzung und Konfliktlösung zu demonstrieren und für diese zu werben.

› Lösung

Konzeption des Redewettstreits Speakers Challenge® (im folgenden SC genannt), einer zeitgemäßen und medienwirksamen Veranstaltungsreihe, die a) sowohl den vier oder sechs Hauptrednern als auch dem Publikum ein öffentliches Podium zur Artikulation der eigenen Meinung bietet; b) eine sportliche Herausforderung durch den Wettbewerbscharakter schafft; c) die inhaltliche Auseinandersetzung auf unterhaltsame und, falls gewünscht, auch auf jugendgerechte Weise in Szene setzt; d) je nach Thema ebenso im Jugend- wie im Erwachsenenbereich durchgeführt werden kann.

Die sechs „Speaker“ (14-17 Jahre), im Vordergrund Stephan Michme, der die Veranstaltung moderierte. Foto: Jugendclub SKANDAL

› Kurzdarstellung des Formats

SC baut auf Idee und Funktion von Speakers Corner auf und bietet allen Wortgewandten die Option, sich vor einer größeren Öffentlichkeit im verbalen Wettstreit miteinander zu messen. SC ist ein zeitgemäßes Format zur Förderung demokratischer Formen der Kommunikation, das eine besondere Motivation der Beteiligten durch den Wettbewerbscharakter der Veranstaltung schafft. Jeder Hauptveranstaltung geht ein Casting voraus.

SC ist verwandt mit Formaten des Debattierens nach englischem Vorbild. SC läßt sich sowohl mit Pro-Contra-Fragen als auch mit Thesen durchführen (vgl. „Streitfragen/-thesen“). Bei SC zählt nicht nur die schlüssigere Argumentation, sondern auch der Stil des Vortrags. Neben dem gesellschaftspolitischen Redestreit können auch ausgesprochene Spaßthemen debattiert werden.

SC wurde erstmals im Nov. 2001 in Kooperation mit Fritz (RBB) im Kesselhaus der Kulturbrauerei vor gut 250 Besuchern in Berlin erfolgreich durchgeführt. SC ist eine eingetragene Marke.

Ein Bericht über die Erstveranstaltung in der Berliner Zeitung

  • Veranstalter: Die Werkstatt, Forum für Philosophie und Kunst e.V.
  • Idee & Projektleitung: Richard Jecht
  • Kooperationspartner: Regionalverband VIA Berlin Brandenburg e.V., Jugendclub SKANDAL, Kinder- & Jugendparlament Lichtenberg
  • Medienpartner: Fritz (RBB), Berliner Zeitung, Stadtmagazin Zitty
  • Gefördert von CIVITAS, Initiativ gegen Rechtsextremismus in den Neuen Bundesländern

Themen und Streitfragen/-thesen

Die Streitfragen/-thesen können aus jedem Themenbereich stammen. Ob man sich für Sport, Politik, Sexualität, Bildung oder Klamotten entscheidet – entscheidend ist, Fragen oder Thesen auszuformulieren, die eine eindeutige Positionierung – pro oder contra – fordern.

Streitfragen
Die Streitfragen stellen eine Veränderung bestehender Verhältnisse in Aussicht.

  • Soll das Wahlalter auf 16 gesenkt werden?
  • Soll das Rauchen in der Öffentlichkeit ganz verboten werden?
  • Sollen weiche Drogen legalisiert werden?
  • Sollen Schuluniformen eingeführt werden?

Thesen
Die Thesen sollen die Schärfe der Auseinandersetzung zuspitzen.

  • Demokratiefeindliches Verhalten muß man mit Gewalt bekämpfen.
  • Rechte Musik kann auch schön klingen.
  • Kiffen erweitert das Bewußtsein.
  • Alle Politiker sind Berufslügner.