Forum für Philosophie und Kunst

„Was bleibt? Die metaphysische Sehnsucht fraktaler Existenzen.“
(Aus der Selbstpräsentation des Berliner Forums für Philosophie und Kunst e.V., Frühjahr 1998)

Als Gründungsmitglied und Zweiter Vorsitzender der „Werkstatt, Forum für Philosophie und Kunst“ e.V. Berlin, war ich von Mai 1997 bis Ende 2004 in vielen Aufgabenfeldern gefordert:

  • Erstellung der Satzung und der Selbstpräsentation des Vereins;
  • Fundraising, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit;
  • Redaktion unserer Jahresschriftenreihe (⇒Publikationen-Werkstatt);
  • Mitgliedermotivation und Mitgliedergewinnung, etwa durch das Schanghaien ahnungsloser Studenten;
  • Konzeption und Organisation von Seminaren und Kunstausstellungen;
  • Projektarbeit und das Verfassen von Texten. Neben der redaktionellen Betreuung der Jahresschriftenreihe fertigte ich öffentlichkeitswirksames Textmaterial in den Bereichen (Geistes-)Wissenschaft und Kunst an, etwa Flyer und Broschüren.

In memoriam: Das Berliner Forum für Philosophie und Kunst (1998-2005). Textauszüge

„Der gemeinnützige Verein „Die Werkstatt, Forum für Philosophie und Kunst“ e.V. Berlin, wurde im Mai 1998 zum Zweck der „Förderung der Bildung“ ins Vereinsregister eingetragen. Bereits Anfang 1997 hatten die Vorbereitungen zur Gründung des Forums begonnen. Auf der Suche nach zeitgemäßen Formen der Vermittlung von Philosophie und Kunst war damals die Vorgründungsgemeinschaft „ÜberBrücken“ entstanden, in deren Rahmen die inhaltlichen Grundlagen von Philosophen, Literaten und Künstlern erarbeitet wurden.

Der für die Bewerbung der Abschlußveranstaltung eines internationalen HIP-HOP-Projekts erstellte Flyer, das von Mitgliedern der Werkstatt e.V. organisiert und geleitet wurde.

Das Forum zu gründen und zu leiten, war nicht leicht. Mehr als jeder andere habe ich das Recht zu dieser Feststellung, weil ich von Anfang an die treibende Kraft des Ganzen war. Unermüdlich habe ich über Jahre versucht, Philosophen, Wissenschaftler, Künstler zur Bildung einer Allianz zu überreden. Zum gemeinsamen Schaffen. In der Annahme, daß es zwischen diesen Leuten gemeinsame Interessen und Ziele gibt. Ziele inter pares. Ziele, die man in einer von Technokraten, Bürokraten und Kapitalisten beherrschten Welt – das ist keine Kritik, gar Klage, sondern einfach eine sachliche Feststellung – am besten durch eine Organisation, eine Gemeinschaft Gleichgesinnter, zu verwirklichen sucht, nicht wahr? Ich träumte davon Bedingungen herzustellen, unter denen geistiges Schaffen heute überhaupt möglich wird, die dieses erstrebens- und lebenswert machen und wenigstens einigen „freien Geistern“ (Nietzsche) ein Zusammengehen und Zusammenwirken ermöglichen. Denn eines übersieht man leicht, zuallererst die Kulturpessimisten: Philosophisches und künstlerisches Schaffen hat besondere Voraussetzungen zur Bedingung! Handwerk und Esprit fallen nicht vom Himmel! (…)“ (Auszug aus dem Text Fünf Jahre Forum für Philosophie und Kunst e.V., Autor: RJ)

Ein Ausschnitt der von uns auf den Kirchenboden der Parochialkirche Berlin gedruckten Texte. Aus dem „philosophischen Gedankenraum“, Ausstellungsprojekt „Fraktale I“, Berlin, Idee und Projektleitung Richard Jecht. Foto und Druck: Hans Finckh

„(…) Was fehlt? Ein Raum, der eine unmittelbare Auseinandersetzung mit Phänomenen wie Unberechenbarkeit, Wechsel, Illusion und Verführung ermöglicht. Ein Versuchsraum zur Schaffung von Werten in einer Welt des Scheins, zur Entwicklung von Formen des bleibenden Ausdrucks in der Geschwindigkeit: als solchen verstehen wir das Forum für Philosophie und Kunst.

Warum Kunst und Philosophie? Ihr Vermögen, aus dem Wesen des Menschen zu schöpfen, es als formbare Substanz zur Erschaffung ihrer Welten zu begreifen; ihre Kraft, Chaos zu kultivieren; ihr Selbstverständnis, sich innerhalb und außerhalb des zivilisatorischen Fortschritts zu bewegen, den Blick für das Ganze, Umfassende zu schärfen, zu vervollkommnen; ihr Antrieb zur Veränderung der Sichtweisen, der begrifflichen und sinnlichen Wahrnehmung; ihr Infragestellen von festgefügten Wahrheiten, ihr spielerischer Umgang mit Formen; ihr Wille zur Gestaltung, zur Erfindung des menschlichen Lebens, zeichnet jene verwandten Geistesbereiche aus und befähigt sie zur Sinn- und Wertsetzung in einer Welt, in der Werden und Vergehen als treibende Kräfte wiederentdeckt sind.“
(Auszug aus der Selbstpräsentation 1998, Autor: RJ)

Motiv „Wettbewerb des Geistes“, by LeVe

„Unsere Veröffentlichungen unterteilen sich in Monographien, Dokumentationen über unsere Veranstaltungen und in die Werkstatt-Jahresschriftenreihe. Während die Monographien und Dokumentationen unregelmäßig erscheinen, veröffentlichen wir regelmäßig 1x Jahr eine umfangreiche Jahresschrift. Es handelt sich dabei um eine Reihe von Textsammlungen, die jeweils um einen anderen inhaltlichen Schwerpunkt kreisen. Die Abbildungen, die aus den Bereichen Graphik, Malerei und Photographie stammen, sind als eigenständige Positionen – nicht als Illustrationen – zu verstehen. Der Werkstatt-Verlag ist ein Zweckbetrieb des Vereins „Die Werkstatt, Forum für Philosophie und Kunst“ e.V., Berlin. (…)“ (Auszug aus der Selbstpräsentation 2003, Autor: RJ)

Medienpartner, Kooperationspartner & Fördereinrichtungen

FRITZ (RBB), SFB4-Radio MULTIKULTI, BERLINER ZEITUNG, FAZ-Berliner Seiten, Stadtmagazin ZITTY

CIVITAS, ENTIMON, Deutsch-Französisches Jugendwerk, Stiftung NEUE KULTUR, CENTRE-MARC-BLOCH Berlin, Generalkonsulat der BRD in St. Petersburg, GOETHE-INSTITUT Berlin, GOETHE-INSTITUT München, INSTITUT francais Berlin, FRANKREICH-ZENTRUM an der TU-Berlin

VIA Bundesverband Duisburg e.V., VIA Regionalverband Berlin/Brandenburg e.V., KULTURBRAUEREI e.V. Berlin, PUBLICATA e.V. Berlin, ALETHEIA-FORUM/Gemeinschaft für Sozialökologie e.V. Berlin, HIPHOP-MOBIL Berlin, Kunst in Parochial Berlin, BERLIN DEBATING UNION e.V., Arbeitskreis Medienpädagogik e.V. Berlin, Jugendclub SKANDAL und viele weitere Einrichtungen der offenen Jugendarbeit in Berlin